Das Team

Harald Gärtner

Kämpfer mit Grips und Witz

Beim SV Meppen war ihm der Stammplatz in der Mannschaft und die Zweite Liga sicher. Trotzdem hat sich der defensive Mittelfeldspieler für die Regionalliga und Hannover 96 entschieden. Harald Gärtner braucht Herausforderungen, muß etwas bewegen, ja nicht in einen Alltagstrott kommen.

* Voraussetzungen, die sein neuer Verein bestens erfüllen kann.

"Man sollte nie aufgeben", so das Motto von Harald Gärtner, dem neuen Mittelfeldspieler bei 96. Männer mit solchen Überzeugungen kommen dem Verein in seiner schwierigen Situation gerade recht.

Gärtners fußballerische Karriere hat viele Stationen: Eintracht Frankfurt, VfR Limburg, SC Freiburg, SpVgg Bad Homburg, Fortuna Düsseldorf, SV Meppen und jetzt Hannover 96. Geboren wurde er am 30. November 1968 in Gießen. Gekickt hat er schon seit seiner frühesten Kinderzeit, so wie es sich für einen echten Profi gehört. Mit der A-Jugend von Eintracht Frankfurt wurde Gärtner deutscher Vizemeister und war als Spieler in der Hessenauswahl. Seine bisher schönsten sportlichen Erfolge sieht der gelernte Verwaltungsfachangestellte im Länderpokalsieg mit der Hessenauswahl, die Vize-Amateurmeisterschaft mit Bad Homburg und der Aufstieg in die Erste Liga mit Fortuna Düsseldorf.

Die weiblichen Fans bei Hannover 96 können den smarten Einsachtziger zwar bewundern und anfeuern, mehr aber auch nicht. Gärtners First Lady (Melanie) lebt seit fünf Jahren mit ihm, seit neun Jahren sind die beiden zusammen. Vorbilder hat der Hobbyangler mehrere: "Typen wie Wolfgang Overath bewundere ich." Als beste Mannschaft der Welt sieht der Bayern-Fan momentan Ajax Amsterdam. "Ihr Konzept des Jugendaufbaus ist fantastisch und enorm erfolgreich."

Gärtners Ziel bei 96 ist natürlich der Wiederaufstieg. Ob es gleich in der ersten Saison klappt? "Wünschenswert wäre es schon, aber gerade aus der Regionalliga wieder rauszukommen ist gar nicht so leicht", antwortet er. Auf jeden Fall oben mitspielen und spätestens in zwei Jahren den Sprung zurück in die Zweite Liga geschafft haben, das ist sein Minimal-Ziel. Die 96er Mannschaft sieht er als eine gute Mischung zwischen jung und alt. Das hat sich gegen Herzlake schon bewiesen.

Was von ihm zu erwarten sei? Auf jeden Fall immer hundertprozentiger Einsatz und Kampf. "Schlecht spielen kann jeder mal, aber laufen und kämpfen kann man immer", erklärt Gärtner. Von den Fans erhofft er sich Unterstützung, vor allem auch in Zeiten schlechter Mannschaftsleistungen. "Ich hoffe ja, daß die nie kommen werden, aber es wird nie alles völlig glatt laufen können", spekuliert Gärtner mit einem Lächeln im Gesicht.

(Quelle: 96-Kurier, Offizielle Stadionzeitung des HSV von 1896 e.V.)


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