Hannover 96

Saison 2005/06, 21.Spieltag


Eintracht Frankfurt - Hannover 96 0:1 (0:0)


Eintracht Frankfurt: Nikolov - Rehmer, Chris, Vasoski, Reinhard - Jones - Preuß, Meier, D.-R. Cha - Copado, Amanatidis / Trainer: Funkel

Hannover 96: Enke - Cherundolo, Vinicius, Zuraw, Tarnat - Yankov, Balitsch, Dabrowski - Ricardo Sousa - Hashemian, Stajner / Trainer: Neururer

Eingewechselt: 70. Köhler für Copado, 81. Weissenberger für D.-R. Cha, 84. Stroh-Engel für Meier - 46. Brdaric für Ricardo Sousa, 75. Delura für Hashemian, 83. Troest für Stajner

Tor: 0:1 Yankov (78., Rechtsschuss, Vorarbeit Delura) - Schiedsrichter: Schmidt (Stuttgart) - Zuschauer: 26 000 - Gelbe Karten: Rehmer, Jones - Yankov, Vinicius


Eintracht-Coach Friedhelm Funkel konnte wieder auf den zuletzt Gelb-gesperrten Chris zurückgreifen. Dafür musste Ochs nach der 5. Gelben Karte beim 1:0-Auswärtssieg in Nürnberg pausieren. Für ihn spielte Cha in der Abwehrreihe. Auf der Bank nahm zunächst auch Köhler Platz. 96-Trainer Peter Neururer änderte seine Anfangself gegenüber dem 2:1-Sieg im Nordderby gegen den HSV auf einer Position. Für Troest kehrte Cherundolo nach seiner Schädelprellung in die Abwehrkette zurück.

Die Eintracht trat zu Beginn mit einer gesunden Portion Selbstvertrauen auf. Couragiert drängten sie die Hannoveraner mit viel Laufarbeit in die eigene Hälfte. Durch frühes Stören erzwangen sie zahlreiche Fehlpässe bei den Niedersachsen. Meist waren dann die Frankfurter aber ihrerseits zu ungenau im Spiel in die Spitzen, um gute Chancen zu erarbeiten. Die beste Möglichkeit in der Anfangsphase hatte Copado nach einer Flanke von Reinhard, aber er scheiterte aus aussichtsreicher Position, als er das Leder kunstvoll mit der Hacke einnetzen wollte (14.). Gegen Mitte der ersten Hälfte konnte sich 96 zusehends befreien. Was blieb, war die hohe Fehlerquote auf beiden Seiten, so dass die Partie immer zerfahrener wurde. Die wenigen Möglichkeiten resultierten folgerichtig meist aus Fehlern. Hashemian wäre für 96 fast der Nutznießer gewesen, aber Vasoski konnte den Schuss des Iraner gerade noch abblocken (36.). Kurz vor der Pause hatte Copado noch eine Riesenchance. Nach einem Zuspiel von Meier konnte er aus sieben Metern abziehen, traf das Spielgerät aber nicht richtig und stellte Keeper Enke vor keine größeren Probleme (42.).

Peter Neururer versuchte mit der Einwechslung von Brdaric dem Offensivspiel seiner Mannschaft neue Impulse zu geben. Doch zunächst knüpften beide Teams an die Fehlplatzorgien der ersten Hälfte an. Gelang einmal eine Ballstafette nach vorne, so war es dann der letzte Pass, der nicht ankam. So geschehen bei einem Frankfurter Vorstoß über Meier und Copado, der zunächst zwei 96-er austanzt, dann aber den Ball in die Beine eines Hannoveraners passt (61.). Von den Niedersachsen war im Spiel nach vorne auch in der zweiten Hälfte kaum etwas zu sehen. In der 69. Minute hätte sich Dabrowski per Hinterkopf nach einem Freistoß von Stajner fast das 1:0 erzielt. Etwas überraschend gelang den Gästen dann doch noch der Siegtreffer. Ein Sonntagsschuss von Yankov aus mehr als 20 Metern schlug im rechten Torwinkel ein (78.). Die Eintracht antwortete mit wütenden Angriffen, doch mit etwas Glück überstanden die Mannen von Peter Neururer auch diese Drangphase.

Hannover entführt etwas glücklich drei Punkte aus Frankfurt. Das Team bleibt unter Peter Neururer damit weiter unbesiegt.

Die Trainerstimmen:

Trainer Friedhelm Funkel (Eintracht Frankfurt): "Ich habe selten ein Spiel erlebt, bei dem eine Mannschaft ohne Torchance gewinnt. Ich habe selten eine unglücklichere Niederlage hinnehmen müssen. Aber das wirft uns nicht um. Die Leistung war alles in allem ok."

Trainer Peter Neururer (Hannover 96): "In der ersten Halbzeit haben wir förmlich um das Führungstor der Eintracht gebettelt. Wir konnten uns nicht von dem Druck befreien. Die Eintracht hatte das Spiel fest in der Hand. In der Pause habe ich Yankov gesagt, er soll es ruhig mal mit Weitschüssen versuchen. Ich werde sein Tor zum Tor des Monats vorschlagen. Der Sieg war einer der glücklichsten, den ich jemals erlebt habe."

(Quelle: kicker sportmagazin, 13.02.06)


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